WZ Newsline

15.10.2011

 

Sportlernacht in Weiß-Blau

Von Julian Liebner

Mehr als 800 Besucher verwandelten die Dumeklemmerhalle in ein Oktoberfest-Zelt.

Ausgelassen wurde die Sportlernacht gefeiert. Zahlreiche Besucher waren in Trachtenkleidung in die Dumeklemmerhalle gekommen – schließlich kam die Gala ganz bayrisch daher.

Ratingen. „Oans, zwoa, gsuffa!“ So hallte es durch die Dummeklemmerhalle. Dass in der Karnevalsstadt Ratingen am Wochenende bayrische Töne durch den Saal drangen, war Bernd Teege und der Sportlernacht zu verdanken, die dieses Mal ganz bayrisch daherkam.

Für beste Stimmung sorgte die bayrische Band „Münchener Zwietracht“, die auch auf dem echten Oktoberfest aufspielt. Doch nicht nur die Musik war bayrisch, sondern auch Speisen und Getränke. Zu Brez’n, Leberkäs-Salat und Bratkartoffeln mit Speck wurde Oktoberfestbier gereicht. Zudem war im Vorfeld darum gebeten worden, in Tracht zu erscheinen.

Dirndl und Lederhose: Viele Besucher kamen in Tracht

Diesem Wunsch kamen erstaunlich viele der rund 800 Gäste nach. Wer keine Lederhose oder Dirndl im Schrank hatte, zog sich einfach ein weiß-blau oder weiß-rot kariertes Hemd an. Ein Ehepaar aus Bayern hatte sich extra keine Tracht angezogen, um nicht aufzufallen. „Hätten wir das besser mal getan“, sagten sie lachend, während sie zur Musik schunkelten.

Die Stimmung war von Beginn an gut. Ratingen 04/19-Trainer Karl Weiß, ebenfalls in Lederhose, war etwas überrascht. „Dass die Stimmung schon so früh so gut ist, hätte ich nicht gedacht.“ Da war es kurz nach 20 Uhr, und die „Münchener Zwietracht“ hatte gerade die Bühne verlassen.

Ihrem Auftritt folgten Stimmenimitator Mr. Tomm, die Travestie-Künstler Ikenna Benéy und Paula Jackson, die wie die „Zwietracht“ gleich zweimal auftreten musste. Als Stargast stand zu später Stunde Jörg Bausch auf der Bühne. Die beste Stimmung erzeugte aber Ikenna Benéy, die als Whitney-Housten-Double überzeugte und mit ihrer Stimme fast an das Original heranreichte.

Das Publikum hielt es nicht mehr auf den Sitzen

Mit rund 800 Besuchern war die Sportlernacht zum ersten Mal in ihrer Geschichte ausverkauft. Das letzte halbe Dutzend Karten hatte Hauptorganisator Bernd Teege beim Heimspiel von Ratingen 04/19 am vergangenen Freitag verkauft.

Bereits jetzt steht das Datum für die nächste Sportlernacht fest. 2012 wird sie am 6. Oktober veranstaltet – erneut in der Dummeklemmerhalle. Dann wird allerdings nicht mehr Bernd Teege, der etwas kürzer tritt, sondern Klaus Poplawski die Sportlernacht organisieren.

Je später es wurde, umso besser wurde die Stimmung. Zeitweise wurde sogar auf Tischen und Stühlen getanzt. Vor allem die fünf veranstaltenden Sportvereine Ratingen 04/19, Rot-Weiß

Lintorf, SV Hösel, ASC-West und ASV Tiefenbroich feierten sich lautstark und ausgelassen. Auf dem Tisch der ersten Fußballmannschaft von 04/19 stand stets ein Fass Altbier, die Fußballer des SV Hösel bevorzugten Weißwein. Die Lintorfer verließen bereits gegen halb zwölf die Veranstaltung. „Ich denke, wir haben uns als Mannschaft gut präsentiert. Ich konnte viele Kontakte zum SV Hösel und 04/19 knüpfen“, war Lintorfs Trainer Michael Kirschner mit dem Abend zufrieden.

Einziger Wermutstropfen: Eine Schlägerei gegen Mitternacht

Er und seine Mannschaft verpassten allerdings einen Teil des Programms – sowie eine Schlägerei, die sich gegen Mitternacht im Foyer abspielte. Aus einem kleinen Handgemenge heraus war es innerhalb von wenigen Augenblicken zu einer handfesten Prügelei gekommen. Es dauerte einige Minuten, bis sich die Stimmung wieder beruhigte. Die wenigen renitenten Schläger wurden von Heinz Hülshoff, der für die Bewirtung in der Dumeklemmerhalle zuständig ist, kurzerhand vor die Tür gesetzt. Außer ein paar blauen Flecken und Prellungen war aber nichts Schlimmeres passiert. Anschließend feierte der große Teil der Gäste bis in die Morgenstunden weiter. „Ich war um halb sechs zu Hause“, sagte Bernd Teege.

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